Approbation
auch möglich ohne
die Gleichwertigkeitsprüfung

Das geht auch ohne Prüfung!

Strebt ein ausländischer Arzt die deutsche Approbation an, prüft das Landesamt, ob eine gleichwertige Ausbildung vorliegt. Kann die Gleichwertigkeit der Ausbildung nicht festgestellt werden, muss der gleichwertige Kenntnisstand durch eine Kenntnisprüfung bzw. Gleichwertigkeitsprüfung nachgewiesen werden. Diese Kenntnisprüfung wird als Einzelprüfung i.d.R. vor drei Prüfern abgelegt. Neben den Fächern Chirurgie, Innere Medizin und Allgemeinmedizin können folgende Themen Gegenstand der Prüfung sein:

  • Notfallmedizin
  • Klinische Pharmakologie/Pharmakotherapie
  • Bildgebende Verfahren
  • Strahlenschutz
  • Rechtsfragen der ärztlichen Berufsausübung.

Die Kenntnisprüfung erfolgt in deutscher Sprache und besteht aus zwei Teilen:

Die praktische Prüfung im Gebiet Innere Medizin oder Chirurgie findet in einem Krankenhaus statt. Unter Aufsicht eines Mitgliedes der Prüfungskommission untersuchen Sie den Ihnen zugewiesenen Patienten und erheben die Anamnese. Abschließend fertigen Sie einen Bericht über den Patienten an, welcher auch Gegenstand der theoretischen Prüfung ist.

Der theoretische Prüfungsteil wird i.d.R. zwei Werktage nach der praktischen Prüfung abgenommen. Die Prüfung beginnt mit der Fallvorstellung. Die Prüfer stellen zunächst Fragen zum vorgestellten Fall. Anschließend folgen weitere Aufgaben mit dem Schwerpunkt häufige Erkrankungen und Gesundheitsstörungen. Auch die ärztliche Gesprächsführung ist Inhalt der Prüfung.

Ausländische Ärzte scheitern häufig an Prüfung

Viele ausländische Ärzte aus den nicht privilegierten Staaten scheitern in Deutschland im ersten Anlauf an den Hürden für eine Berufszulassung. Die Durchfallquote beträgt bei den verpflichtenden Prüfungen teilweise über 50 Prozent. Betroffen sind Mediziner, die ihren Abschluss nicht in einem EU-Staat, in Island, Liechtenstein, Norwegen und der Schweiz erworben haben.

Approbation ohne Gleichwertigkeitspruefung!

Ein langer Atem und eine umfassende Dokumentation des Studieninhalts zahlen sich aus. Denn wer sich genügend informiert, findet einen Weg. In diesem Verfahren hat sich damit einmal mehr gezeigt, dass es für die erfolgreiche Durchsetzung des Approbationsanspruchs neben der juristischen Argumentation unerlässlich ist, dass eine umfassende Dokumentation der Ausbildung vorliegt. Nur in diesem Fall kann in rechtlich nachhaltiger Weise vorgetragen werden und der Nachweis der Gleichwertigkeit des Studiums gelingen.

Wenden Sie sich an uns!

Sie kommen aus dem Ausland und wollen als Ärztin oder Arzt in Deutschland arbeiten? Sie wollen demzufolge einen Antrag auf Erteilung der Approbation stellen und wissen nicht wie es weitergeht? Oder Ihr erster Antrag wurde bereits abgelehnt? Gerne stehen wir Ihnen für die rechtliche Beratung durch einen spezialisierten Anwalt in Deutschland und auch für die Durchsetzung Ihres Anspruchs zur Verfügung und wir helfen Ihnen bereits im Vorfeld, alle notwendigen Unterlagen zusammenzustellen.