die Deutsche Sprache
die Wahre Herausforderung
für die ausländischen Mediziner

Deutsch ist der Erfolgsschlüssel

Viele Ärzte in deutschen Krankenhäusern kommen aus anderen Ländern. Nicht alle sprechen gut Deutsch, wenn sie mit der Arbeit anfangen. Das verursacht Probleme, weil es zu Missverständnissen mit Patienten kommen kann. Wenn Ärzte z.B. oder Menschen in Pflegeberufen sich nicht verständlich ausdrücken können oder selbst Verständnisprobleme haben, können sie ihre Arbeit trotz hervorragender Fachkenntnisse oftmals nicht gut machen.

In den letzten Monaten und Jahren haben sich die Anforderungen an den Nachweis adäquater Sprachkenntnisse bei der Erteilung der Approbation stark verschärft. Reichte bis 2015 in den meisten Bundesländern ein B2-Zertifikat, fordern inzwischen alle Bundesländer auch den Nachweis von Fachsprachkenntnissen.

Unsere Vermittlungsagentur Brime unterstützt die Ärzte schon ab dem ersten Tag beim Erlernen der deutschen Sprache. Wir arbeiten zusammen mit renommierten Sprachschulen für Ärzte und Pflegekräfte in Deutschland, sowie in Tunesien, Algerien und der Ukraine.

Unsere Partnersprachschulen haben sich auf Deutschkurse für Mediziner, Apotheker und Pflegekräfte spezialisiert und bieten Ihnen gezielte Sprachkurse an, die Ihr Personal sprachlich umfassend und intensiv auf ihren Beruf vorbereiten. Die angebotnen Kurse bereiten auf die telc-Medizin Prüfung Deutsch für Mediziner und C1 Facharztprüfung vor.

Zunächst werden Sie allgemeinsprachlich (Deutsch als Fremdsprache) in kürzester Zeit das Niveau B1/B2/C1 erreichen. Gleichzeitig lernen Sie über den Krankenhaus-/Pflegealltag, vor allem die Arbeit mit Patienten, Ärzten und Kollegen.

Kompetente Sprachlehrer erarbeiten mit Ihnen gemeinsam sämtliche sprachlichen Mittel, die sie für ihren Arbeitalltag benötigen. Sie erlernen umfassend den Fachwortschatz, üben zahlreiche nützliche Redemittel ein, sammeln Erfahrung im Ausfüllen von Formularen und im Erstellen von Berichten.

Das Sprachniveau B2 reicht nicht aus

Für die Erteilung der Approbation oder einer Erlaubnis zur vorübergehenden Ausübung des ärztlichen Berufs (Berufserlaubnis) ist eine Voraussetzung, dass der Antragsteller über die für die Ausübung der Berufstätigkeit erforderlichen Kenntnisse der deutschen Sprache verfügt (vgl. § 3 Absatz 1 Nr. 5 Bundesärzteordnung).

Entsprechend dem europäischen Referenzrahmen müssen Ärzte, um in ihrem Beruf tätig zu sein, das Sprachniveau B2 nachweisen. Dass das für den Klinikalltag ausreicht, bezweifeln jedoch immer mehr Mediziner. Der Marburger Bund forderte im Mai auf seiner Haupt­ver­samm­lung, dass das Sprachniveau mindestens dem Level C1 entsprechen müsse. Dazu sollte man wissen: Das Level B2 verlangt das Verständnis der Hauptinhalte von komplexen Texten und die selbstständige Sprachverwendung. Das Level C1 fordert darüber hinaus eine kompetente Sprachverwendung, so dass auch ein Verständnis zwischen den Zeilen möglich ist. Eine Fähigkeit, die beispielsweise für ein Patientengespräch enorm wichtig werden kann.

Sprachtests für ausländische Ärzte haben sich bewährt

Ärzte werden hierzulande dringend gebraucht. Denn während die Deutschen immer älter werden und damit auch mehr Betreuung brauchen, fehlt auf der anderen Seite der Ärzte-Nachwuchs. Ausländische Ärzte sind daher willkommen. Sie haben ihr Studium bereits beendet und womöglich einige Jahre Berufserfahrung. Seit 2015 gibt es für Mediziner aus dem Ausland verschärfte Sprachtests - Fachsprachenprüfung. In der Prüfung fallen aber jede Menge Bewerber durch.

Wer muss eine Fachsprachenprüfung absolvieren?

Die Approbationsbehörde hat bei der Prüfung eines Antrages auf Erteilung der Approbation als Arzt zu prüfen, ob der Antragsteller über die für die Ausübung der Berufstätigkeit erforderlichen Kenntnisse der deutschen Sprache verfügt. Der Antragsteller muss über Kenntnisse der deutschen Sprache verfügen, die für eine umfassende medizinische Tätigkeit notwendig sind. Er muss sich spontan und weitgehend fließend insbesondere mit Patienten und Kollegen angemessen verständigen sowie komplexe Texte und Fachdiskussionen zu medizinischen Themen verstehen und wiedergeben können (berufsbezogene Sprachkenntnisse der Niveaustufe C1 des "Gemeinsamen Europäischen Referenzrahmens für Sprachen" GER). Die vorhandenen Kenntnisse der deutschen Sprache sind mit dem Antrag auf Erteilung der Approbation nachzuweisen.

Ablauf der Fachsprachenprüfung

Die Prüfung ist praxisnah gestaltet. Sie findet in Form einer Einzelprüfung statt und dient zur Feststellung der für den Arztberuf erforderlichen Fachsprachenkenntnisse in der mündlichen und schriftlichen Kommunikation. Die Prüfungskommission besteht aus drei Mitgliedern, davon sind mindestens zwei Ärzte. Die Prüfung gliedert sich in drei Teile mit jeweils ca. 20 Minuten Dauer. Zu Beginn stellt sich die Prüfungskommission vor und bittet auch Sie, sich kurz vorzustellen (bisheriger Werdegang, weitere Ziele):

Arzt - Patienten Gespräch

Sie führen mit einem Patienten ein Anamnesegespräch durch, wie es Ihnen aus Ihrem Behandlungsalltag bekannt ist. Die Rolle des Patienten übernimmt ein Mitglied der Prüfungskommission. Dieser wird Ihnen vorgegebene Informationen über seinen Gesundheitszustand machen. Sie können sich hierzu Notizen, gegebenenfalls auch in Ihrer Muttersprache anfertigen. Erläutern Sie dem Patienten Ihre Verdachtsdiagnosen und machen Sie Vorschläge zu weiteren Untersuchungswegen / Behandlungsmöglichkeiten. Reagieren Sie auf mögliche Rückfragen des Patienten. Hierbei ist eine für Patienten und Angehörige (also medizinische Laien) verständliche Sprache zu wählen.

Schriftliche Dokumentation / Arztbericht

Im zweiten Teil sollen Sie die Anamnese und das weitere Vorgehen schriftlich und in Deutsch in ganzen Sätzen dokumentieren. Dafür erhalten Sie ein vorbereitetes strukturiertes Formular. Die von Ihnen während des Arzt-Patienten Gespräches gemachten Aufzeichnungen können Sie benutzen. Ebenso wird ein medizinisches Fachwörterbuch zur Verfügung gestellt. Weitere Hilfsmittel dürfen nicht verwendet werden. Ziel ist die Erfüllung der allgemeinen Dokumentationspflicht sowie eine verständliche und vollständige Information der weiter behandelnden Ärzte.

Arzt - Arzt Gespräch

Im nächsten Teil stellen Sie den Patienten im Rahmen eines Übergabegespräches einem ärztlichen Kollegen vor. Sie geben die im Arzt-Patienten-Gespräch gewonnenen Informationen an ein ärztliches Mitglied der Prüfungskommission weiter. Sie besprechen Verdachts- und Differentialdiagnosen, Diagnostische Maßnahmen und Therapien. Hierbei muss das deutsche medizinische Vokabular genutzt werden im Sinne der ärztlichen Fachsprache.