Weiterbildung
ist die Voraussetzung
für den Facharzttitel in Deutschland

Die Spezialisierung zum Facharzt!

Die Spezialisierung in der Medizin ist in Deutschland die Ausbildung zum „Facharzt“. Sie dauert fünf bis sechs Jahre und findet in Universitätskliniken oder anderen Einrichtungen statt, die ausbilden dürfen. Die Regelungen sind in jedem Bundesland anders. Voraussetzung sind sehr gute Deutschkenntnisse und eine Zulassung für das Praktizieren als Arzt, die Approbation.

Ohne Facharztbezeichnung gibt es keine Oberarzt- oder Chefarztstelle, und auch eine Niederlassung in eigener Praxis setzt eine abgeschlossene Weiterbildung, also den Facharzttitel, voraus. Die Wahl des geeigneten Fachgebietes und die Frage danach, wie und wo sich die Weiterbildung im gewünschten Fach auch tatsächlich absolvieren lässt, stehen also zu Recht im Mittelpunkt der Überlegungen vieler Medizinstudenten. Dabei sind die Kriterien für die Wahl eines Fachgebietes sicher vielfältig. Während manche angehenden Ärzte schon beim Beginn des Studiums oder während des Praktischen Jahres ihr Wunschfach kennen beziehungsweise entdecken, zögern andere, sich frühzeitig festzulegen. Wichtigstes Kriterium für die Auswahl eines Fachgebietes sollte vor allem die persönliche Neigung und Empathie sein.

Die Weiterbildung zum Facharzt ist kein Studiengang und findet nicht an der Hochschule statt. Während der Ausbildung bist du hauptberuflich als angestellter Arzt tätig und arbeitest zum Beispiel in einer Arztpraxis, einer Universitätsklinik, einem Universitätszentrum oder einer anderen „zugelassenen Einrichtung der ärztlichen Versorgung“. Du wirst auch als Assistenzarzt vergütet (also bezahlt).

Dauer der Facharztausbildung

Voraussetzung für den Titel des Facharztes ist in Deutschland eine mehrjährige Ausbildung. Diese dauert in der Regel 5 bis 6 Jahre. Die Ausbildungsdauer ist dabei abhängig vom gewählten Fachbereich. Wird die wöchentliche Arbeitszeit auf ein Teilzeitmodell reduziert, verlängert sich die Ausbildungszeit entsprechend. Die Spezialisierung auf eine bestimmte Fachrichtung erfolgt im Rahmen der ärztlichen Weiterbildungszeit meistens direkt nach dem Studium.

Die medizinischen Fachbereiche

Insgesamt kann man derzeit zwischen 33 verschiedenen Fachgebieten von „A“ wie Allgemeinmedizin bis „U“ wie Urologie wählen. Hinzu kommen Schwerpunktbezeichnungen innerhalb der Fachgebiete, zum Beispiel in der Chirurgie, in denen der Arzt nach einer zweijährigen Basisweiterbildung acht verschiedene Schwerpunkte wählen kann: Neben der Allgemeinchirurgie etwa Herz-/Hand-/Gefäßchirurgie oder Orthopädie/Unfallchirurgie. Wer sich für ein Fachgebiet entscheiden will, dem ist im Vorfeld zu raten, die jeweilige Weiterbildungsordnung, die von den Landesärztekammern erlassen wird, gründlich zu studieren, um einen Überblick über die zeitlichen, strukturellen und inhaltlichen Anforderungen und Voraussetzungen zu gewinnen.